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Die Mikrotherapie der Wirbelsäule

Behandlung der kleinen Wirbelgelenke (Facetten)
Injektion am Wirbelgelenk

Im Laufe des Lebens verlieren unsere Bandscheiben an Elastizität, sie trocknen aus, verlieren an Volumen und Höhe. Die Wirbel kommen sich näher - sie werden kleiner. Die Folge ist ein erhöhter Druck auf den kleinen Wirbelgelenken, die eine bewegliche Verbindung der Wirbelknochen ermöglichen. Es kommt zur Abnutzung und entzündlichen „Aufreibung“. Der Patient verspürt chronische Rückenschmerzen und leidet an Bewegungseinschränkungen. Synonyme für die Facettengelenksarthrose sind Spondylarthrose oder das Facettensyndrom.

Therapiemöglichkeiten: Die Facetteninfiltrationen/ -denervationen:

Die Arthroseschmerzen an der Lendenwirbelsäule werden, wie neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen konnten, wesentlich von den Facettengelenken verursacht. Die Behandlungsmöglichkeiten des Facettensyndroms bestehen in röntgen-, ultraschall- oder computertomografisch gesteuerten Injektionsbehandlungen. Dabei werden die kleinen Wirbelgelenke betäubt oder verödet. In besonderen Fällen kann sich auch eine gezielte knorpelunterstützende Behandlung durchgeführt werden. Diese Mikrotherapie der kleinen Wirbelgelenke kann bei vielen Patienten zu einer erheblichen Schmerzlinderung und Bewegungsverbesserung führen. Durch die bildgebenden Navigationshilfen zur genauen anatomischen Lokalisation und die Dünnnadeltechnik sind diese Verfahren in den Händen des erfahrenen Schmerztherapeuten sehr schonend und kaum schmerzhaft.

Wir führen in der Orthopädie Wilhelmstraße Facettenbehandlungen in einer Serie von drei Injektionsbehandlungen über einen Zeitraum von 10-14 Tagen durch. 

Kostenübernahme durch Private Krankenversicherung ist i.d.R. gewährleistet. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlung nicht, kann aber als individuelle Gesundheitsleistung auch von gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen werden.

Neuraltherapie an der Wirbelsäule
Bandscheibenvorfall

Neben der knöchernen Stützfunktion schützt die Wirbelsäule die Nervenbahnen und das Rückenmark. Durch Einengung von Engpässen (Bandscheibenvorfall, Spinale Enge) können Nerven irritiert - bishin gequetscht werden. Durch den Druck auf die betroffene Nervenwurzel kommt es durch eine Entzündungsreaktion zum Anschwellen des Nervengewebes und es wird noch enger.

Periradikuäre Therapie

Solange noch keine operative Nervenbefreiung (z.B. Bandscheiben OP) erforderlich ist, können Schwellung, Schmerz, Gefühlsstörung und leichtere Schwächen durch eine Neuraltherapie vor Ort bekämpft und verbessert werden. Mit der Periradikuären Therapie (PRT) wird ein Medikamentengemisch aus Schmerzmittel, Kortison (Entzündungshemmung) und wichtigen Vitaminen zur Nervenregeneration unter Röntgeneinstellung oder CT- Kontrolle appliziert. Häufig ist dieses Verfahren z.T. auch in Kombination mit spezieller Physiotherapie eine gute Möglichkeit eine Bandscheiben-OP zu vermeiden.

Die Anwendung der effektiven Medikamentenkombination an den betroffenen Nerven ist in der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht vorgesehen. Eine Abrechnung erfolgt über die Privaten Krankenversicherung oder als individuelle Gesundheitsleistung.